EleOn Geosondierungen
Sondierungstechniker führt einen Georadar-Wagen über eine Baustellenfläche
EleOn24 GmbH  ·  Wandlitz bei Berlin  ·  Brandenburg & bundesweit

Wir wissen, was im Boden liegt.
Bevor der Bagger kommt.

Zwei Geschäftsfelder unter einem Dach: die zerstörungsfreie Erkundung des Untergrunds – und die ökologische Begleitung dessen, was oberhalb davon geschützt werden muss.

Geosondierung & Kampfmittelerkundung

Für Bauträger, Tiefbau, Netzbetreiber und Kommunen: Wir klären den Baugrund, bevor Kampfmittel, Leitungen oder alte Fundamente zum Problem werden.

01 / Leistungen

Sechs Wege, den Untergrund zu lesen.

Jede Fläche stellt eine andere Frage: Liegt dort noch Munition? Wo verläuft die alte Leitung? Steht unter dem Aushub ein vergessenes Fundament? Wir wählen das Verfahren nach der Frage – nicht nach dem Gerät, das gerade im Transporter steht.

/ 01

Kampfmittelerkundung

Historische Luftbildauswertung als Grundlage, anschließend gezielte Oberflächensondierung der Verdachtspunkte – bevor der erste Spatenstich erfolgt.

/ 02

Georadar (GPR)

Bildgebende Erkundung metallischer und nichtmetallischer Strukturen: Rohre, Hohlräume, Fundamente, Schichtgrenzen – als 2D-Profil oder 3D-Datensatz.

/ 03

Geomagnetik

Passive Messung kleinster Störungen des Erdmagnetfelds. Ideal, um große Flächen schnell auf ferromagnetische Objekte und alte Baustrukturen zu prüfen.

/ 04

Elektromagnetische Sondierung

Aktives Verfahren: Ein eingebrachtes Feld erzeugt Sekundärfelder in leitfähigen Körpern. Zuverlässig für metallische Objekte im oberflächennahen Bereich.

/ 05

Leitungs- und Kanalortung

Vergrabene Rohre, Kabel und Kanäle vor Tiefbau-, Kabel- und Rohrleitungsarbeiten lokalisieren und direkt auf der Fläche markieren.

/ 06

Auswertung & Dokumentation

Messdaten werden verortet, interpretiert und als Plan mit Anomalienkatalog übergeben – die Grundlage für Ihre Entscheidung über den nächsten Schritt.

02 / Messprinzip

Ein Impuls, eine Laufzeit, ein Bild vom Untergrund.

Das Georadar sendet kurze elektromagnetische Impulse in den Boden. An Schichtgrenzen und Objekten werden sie reflektiert. Aus der Laufzeit der zurückkehrenden Signale entsteht ein Schnittbild des Untergrunds – ohne dass ein einziger Kubikmeter Erde bewegt werden muss.

Schichtgrenze Sende- und Empfangsantenne Ausgesendete Welle Reflektierte Welle Störkörper / Anomalie Leitung 0 m 1 m 2 m 3 m 4 m
Abb. 01 — Messprinzip Georadar Schematisch, nicht maßstäblich
Abb. 02 — Radargramm, schematisch Hyperbel = punktförmiger Reflektor
SendenImpuls
Die Antenne strahlt einen kurzen elektromagnetischen Impuls in den Boden ab – je nach Fragestellung mit hoher Frequenz für Detailschärfe oder niedriger Frequenz für Tiefgang.
ReflektierenKontrast
Überall dort, wo sich die elektrischen Eigenschaften des Untergrunds ändern – an Schichtgrenzen, Rohren, Hohlräumen, Metall – wird ein Teil der Energie zurückgeworfen.
MessenLaufzeit
Das Gerät misst, wie lange das Signal unterwegs war. Aus Laufzeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit im jeweiligen Boden ergibt sich die Tiefe des Reflektors.
AuswertenInterpretation
Ein punktförmiges Objekt zeichnet im Profil eine charakteristische Hyperbel. Aus vielen parallel gefahrenen Profilen entsteht ein Flächenbild oder ein 3D-Datensatz.
BewertenErgebnis
Anomalien werden eingemessen, klassifiziert und in einen Lageplan übertragen. Sie erhalten eine belastbare Grundlage – keine Vermutung.
03 / Verfahren

Drei Methoden. Ein Untergrund.

Georadar, Geomagnetik und Elektromagnetik sehen jeweils etwas anderes. Erst in der Kombination entsteht ein vollständiges Bild – deshalb setzen wir die Verfahren je nach Boden, Bebauung und Fragestellung gemeinsam oder einzeln ein.

Zwei Techniker führen eine Magnetometer-Messsonde über eine Wiesenfläche
Geomagnetische Flächenprospektion, Brandenburg
GeoradarGPR — aktiv, bildgebend
Sendet Impulse und misst deren Reflexion. Erkennt metallische und nichtmetallische Objekte: Rohre, Steine, Hohlräume, Mauerwerk, Schichtgrenzen. Liefert 2D-Profile bis hin zu 3D-Modellen. Empfindlich gegenüber stark leitfähigen, feuchten Lehmböden.
Geomagnetikpassiv, flächenschnell
Misst kleinste Abweichungen des natürlichen Erdmagnetfelds. Reagiert sehr empfindlich auf ferromagnetische Objekte wie Eisen und Stahl. Ideal, um große Flächen auf vergrabene Metallteile, Ziegelfundamente oder verfüllte Gräben zu prüfen.
ElektromagnetikEM — aktiv, oberflächennah
Über Spulen wird ein künstliches Magnetfeld in den Boden gesendet; leitfähige Körper antworten mit Sekundärfeldern. Gut geeignet, um metallische Gegenstände und leitfähige Strukturen im oberflächennahen Bereich sicher zu erfassen.
Abgesteckte Sondierungsfläche in der Dämmerung
Der Untergrund verzeiht keine Annahmen.
Deshalb messen wir, bevor gegraben wird.
04 / Ablauf

Von der historischen Aufnahme bis zum Lageplan.

Ein Sondierungsauftrag ist kein einzelner Termin, sondern eine Kette aus Recherche, Messung und Interpretation. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

Historisches Luftbild mit markierten Bombentrichtern auf einem Auswertungstisch
Schritt 01

Recherche & Luftbildauswertung

Auswertung historischer Luftbilder und verfügbarer Unterlagen. Ergebnis: eine Karte der Verdachtspunkte, die vor Ort geprüft werden müssen.

Techniker prüft Messdaten auf einem robusten Feldtablet
Schritt 02

Sondierung im Feld

Die Fläche wird eingemessen, in Profilen abgefahren und satellitengestützt verortet. Auffälligkeiten prüfen wir direkt vor Ort im zweiten Verfahren nach.

Auswertung geophysikalischer Messdaten am Bildschirm
Schritt 03

Auswertung

Die Rohdaten werden prozessiert, Störsignale bereinigt und Anomalien klassifiziert – Tiefe, Ausdehnung, Charakteristik.

Markierung einer georteten Leitung auf der Fahrbahn
Schritt 04

Übergabe & Absteckung

Sie erhalten Bericht und Lageplan – und auf Wunsch die Markierung der Fundpunkte direkt auf der Fläche, damit im Bauablauf niemand raten muss.

05 / Einsatzbereiche

Überall dort, wo Baggern zum Risiko wird.

Geophysikalische Erkundung lohnt sich immer dann, wenn der Untergrund unbekannt ist und ein Fehlgriff teuer, gefährlich oder beides wird.

  • Kampfmittelvorerkundung im Baugrund
  • Leitungs- und Kanalortung
  • Kabeltrassen & Glasfaserbau
  • Photovoltaik- und Windenergieflächen
  • Altlasten- und Konversionsflächen
  • Beweissicherung vor Baubeginn

Ökologische Baubegleitung

Ein eigenständiger Bereich neben der Geosondierung, mit eigenem Team und eigenen Auftraggebern: Artenschutz, Baumschutz und Umweltauflagen auf der Baustelle – von der Baufeldfreimachung bis zur Abnahme durch die Behörde.

Leistungen

Genehmigt heißt noch nicht erledigt.

Baugenehmigungen und Planfeststellungen enthalten Nebenbestimmungen zu Arten-, Baum- und Bodenschutz. Wer sie auf der Baustelle nicht umsetzt und nicht belegen kann, riskiert Baustopp, Bußgeld oder eine Nachforderung der Behörde. Gemeinsam mit unserem Partnerbetrieb – ausgebildete Baumpflegerinnen und Baumpfleger, die nach ZTV-Baumpflege arbeiten – begleiten wir Vorhaben von der Vorbereitung des Baufelds bis zur Abnahme.

Ökologische BaubegleitungSchutzkonzept & Monitoring
Vor Baubeginn klären wir, was die Genehmigung fordert und was auf der Fläche tatsächlich vorkommt: Brutvögel, Fledermausquartiere in Altbäumen, Reptilien, Amphibien. Daraus entsteht ein Schutzkonzept mit Bauzeitenregelung, Vergrämung und Schutzeinrichtungen, das während der Bauzeit kontrolliert und fortgeschrieben wird.
UmweltbaubegleitungAuflagen & Behörden
Wir überwachen die Einhaltung der Nebenbestimmungen im laufenden Betrieb, weisen die ausführenden Firmen ein und halten Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde. Abweichungen werden dokumentiert, solange sie noch korrigierbar sind.
Baumfachliche BaubegleitungBaumschutz nach DIN 18920
Bäume im Baufeld brauchen mehr als ein Absperrband: Stammschutz, Schutzzaun um den Wurzelbereich, Wurzelvorhang bei Grabungen – und die fachliche Beurteilung, welcher Eingriff in den Wurzelraum noch vertretbar ist. Dazu Zustandsaufnahme vor Baubeginn und Beweissicherung nach Abschluss.
AusführungBaumarbeiten
Wird ein Eingriff unvermeidbar, übernimmt der Partnerbetrieb die Arbeiten selbst: Pflege- und Kronenschnitt, Fällungen per Seilklettertechnik auf beengten Flächen, Wurzelstockfräsung und die Herrichtung der Fläche danach.
NachweisDokumentation
Fotodokumentation, Protokolle der Kontrollgänge und ein Abschlussbericht, mit dem sich gegenüber der Genehmigungsbehörde belegen lässt, dass die Auflagen eingehalten wurden.
Altbaum mit Stammschutz aus Bohlen und Schutzzaun im Wurzelbereich neben einer Baustellenfläche
Stammschutz und Schutzzaun im Wurzelbereich
Höhlung im Stamm eines Altbaums, mit Nummernplakette und Markierungsband als kartierter Habitatbaum gekennzeichnet
Kartierter Höhlenbaum im Baufeld
06 / Kontakt

Sie haben eine Fläche. Wir haben die Geräte.

Kein Formular, kein Rückrufversprechen aus dem Baukasten: Schreiben Sie uns, was geplant ist und wo – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung, welches Verfahren sinnvoll ist und welches nicht.

Unternehmen
EleOn24 GmbH
Geschäftsführer Christian Gehrke
Anschrift
Sandweg 3
16348 Wandlitz
Deutschland
Einsatzfahrzeug mit verstauter Sondierungsausrüstung am Rand einer Baustelle
Einsatzbereit — Messtechnik geht mit auf die Fläche